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Kepler zur Astrologie

Astrologie – sa http://dermond.at/astrologie.html Was Sie in Astrologiebüchern nicht finden werden Klaudia Einhorn, aktualisiert am 5. September 2012 Kepler zur Astrologie In einem Brief aus dem Jahre 1611 an einen Vetrauten von Kaiser Rudolph II, in dem Johannes Kepler nicht nur vor der gemeinen Astrologie, die er als „Cothurnus“∗∗ bezeichnete, sondern vor der Astrologie im allgemeinen warnt, gesteht er, Kaiser Rudolph nur Gutes vorhergesagt zu haben, obwohl dieser aus astrologischer Sicht schlechte Konstellationen hatte, seinem Bruder und Nachfolger Matthias hingegen nur Unannehmlichkeiten, trotz astrologisch guter Konstellationen: „Ich wurde von beiden Seiten gefragt, was ich aus den Sternen für des Kaisers sache schädliches gefunden. Ich antwortete, nicht was ich in irgend einer Richtung für bedeutungsvoll halte, sondern was die Glaubigen erschüttern konnte: Dem Kaiser ein langes Leben, keine schlechten Constellationen, allerdings ungünstige Wechselfälle, die aber schon vor zwei oder drei Jahren vorfielen. Hingegen habe ich Matthias ganz bedeutende Unannehmlichkeiten vorhergesagt…Das sagte ich den Feinden des Kaisers, damit sie nicht allzu vertrauensselig werden.“ Kepler schließt den Brief mit den Worten: „Kurz gesagt, ich glaube, dass die Astrologie nicht nur aus den Beratungen, sondern auch aus den Seelen derjenigen entfernt werden müsste, welche dem Kaiser Ratschläge ertheilen.“ Quelle: „Keplers Astrologie“ von Dr. Norbert Herz, 1895, Seite 82. ∗∗ Mit einem cothurnus, „den man kan auff ein jeder Bein ziehen, gros vnd klein, wie man will“, hatte bereits Tycho Brahe die astrologischen Weissagungen verglichen. Quelle: Georg Christian Friedrich Lisch : Tycho Brahe und seine Verhältnisse zu Meklenburg, In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 34 (1869), S. 171-190 (Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern) Keplers Antwort auf Wallensteins Fragen1) sein Schicksal betreffend: „Ich antwortte auf diese und alle dergleichen fragen erstlich haubtsächlich wie bißhero: Welcher Mensch gelehrt, oder ungelehrt, Astrologus oder Philosophus in erörtterung dieser fragen die augen von des Gebornen eignen WillChur abwendet, oder sonsten von seinem Verhalten und Qualiteten gegen den Politischen Umbständen betrachtet, und will diß alles bloß allein aus dem Himel haben, es sey gleich jezo Zwangs oder nur Inclinations und Naigungs weiß, der ist wahrlich noch nie recht in die Schul gangen, und hat das Licht der Vernunft, daß ihme Gott angezündt, noch nie recht gepuzet; und wann er der Sachen nur mit Vleiß nachsinnet, würdt er befinden, das diese fragen baides zu erörttern, und auch fürzulegen eine rechte unsinnige weiß seyen, Ich meins theills sage Gott danckh, das ich die Astrologiam so vill gestudirt, das ich nunmehr von diesen Fantaseyen welche in der Astrologorum Bücher heuffig zueffinden, gesichert bin.“ Johannes Kepler, Wallenstein Horoskop; Jänner 1625 Quelle: O. Struve, Beitrag zur Feststellung des Verhältnisses von Kepler zu Wallenstein, Memoiren der Petersburger Akademie der Wissenschaften, VII. Serie, II. Bd. Nr. 4,11 Nur noch 8 Planeten im Sonnensystem! Herrscht jetzt Chaos im Horoskop? Am 24. August 2006 wurde Pluto der Planetenstatus aberkannt. Für viele Astronomen war das eine längst überfällige Entscheidung. Denn schon lange war klar, dass Pluto nur eines von vielen Transneptun-Objekten ist. Mittlerweile sind mehr als 1000 dieser Objekte bekannt und die geschätzte Zahl liegt bei etwa 100 000. Doch erst als (136199) Eris (die provisorische Bezeichnung lautete 2003 UB313, der Spitzname Xena) entdeckt wurde, war Pluto nicht mehr der Größte in der Transneptun-Population und die Frage um seinen Status stellte sich verschärft. Wäre Pluto ein Planet geblieben, dann hätte man auch (136199) Eris in die Reihe der Planeten aufnehmen müßen und die Anzahl der Planeten würde schon bald auf 50 anwachsen. Die IAU (International Astronomical Union) rief deshalb ein Komitee ins Leben, welches eine Planetendefinition erarbeiten sollte. Diese Definition wurde auf der IAU Generalversammlung in Prag präsentiert. Nach einigen Diskussionen wurde der ursprünglich eindeutig recht plutophile Vorschlag modifiziert und am 24. August wurden die Resolutionen schließlich zur Abstimmung gebracht. Pluto wurde zum Zwergplaneten herabgestuft und so ereilte ihn letztlich das gleiche Schicksal wie Ceres. Auch Ceres das größte Objekt im Asteroidengürtel wurde nach seiner Entdeckung im Jahre 1801 zunächst als Planet bezeichnet. Erst nach einer Vielzahl weiterer Entdeckungen bekamen diese Objekte den Namen Kleinplaneten. 14. 9.: Zwergplanet 2003 UB313 (Xena) erhielt den Namen (136199) Eris 24. 8.: Pluto ist kein Planet mehr. Nur noch 8 Planeten im Sonnensystem (Die Planetendefinition und der Krimi um Pluto) Schon kurz nachdem das Ergebnis der Abstimmung bekannt geworden war, stellten sich viele die Frage wie sich das auf die Astrologie auswirken wird. Wie werden Astrologen reagieren? Wie nicht anders zu erwarten, zeigten sich führende Astrologen wie etwa Robert Hand völlig unbeeindruckt. „What people call something has very little to do with what it is,“ said Rob Hand, a leading U.S. astrologer from Reston, Va., who teaches the history of astrology at Kepler College, an online college based near Seattle. „What anybody chooses to call something is irrelevant; it’s what sort of effect and use it has.“ Pittsburgh Post-Gazette In den Astrologie-Foren hingegen herrscht ziemlich grosse Verwirrung. Einigen scheint es völlig egal zu sein, schließlich ist Pluto ja immer noch da. Manche meinen sogar Pluto wäre aufgestiegen weil er jetzt als Zwergplanet bezeichnet wird. Dabei hat die IAU ausdrücklich betont, dass Zwergplaneten, genauso wie die Asteroiden eben keine Planeten sind. Andere spielen mit dem Gedanken in Zukunft auf Pluto zu verzichten. Und ein Astrologe spekulierte ob Plutos Einfluss seit seiner Entdeckung nicht vielleicht völlig überschätzt wurde. Viele überlegen ob der Zwergplanet jetzt anders interpretiert werden muss, oder ob er nicht zumindest seine Zeichenherrschaft (Skorpion) abgeben müsste, weil er den Planetenstatus verloren hat. Diese Überlegungen sind insofern interessant, da ja auch Sonne und Mond keine Planeten sind, von Astrologen allerdings als solche behandelt werden. Müsste dann nicht auch deren Zeichenherrschaft in Frage gestellt werden? Verunsicherung zeigt sich auch im Hinblick auf die anderen Zwergplaneten Ceres und (136199) Eris. Während der Kleinkörper Chiron mit einem Durchmesser von nur 170 km häufig in Horoskopen zu finden ist, wurde der um einiges größere Ceres bisher eher stiefmütterlich behandelt. Entschließt man sich aber dazu, künftig alle Zwergplaneten miteinzubeziehen dann würden die Deutungselemente vielleicht schon sehr bald rasant anwachsen. Wie in Zukunft mit diesen Problemen umgegangen wird, bleibt abzuwarten. Vermutlich werden sich viele Astrologen, wie in der Vergangenheit auch, an astrologischen „Autoritäten“ orientieren. Und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit werden die Astrologen ganz individuell, wie gehabt, auch weiterhin eine selektive Objekt-Auswahl für ihre Interpretation treffen. Unser Sonnensystem Diese Plots zeigen Regionen unserers Sonnensystems. Links Merkur bis Mars, in der Mitte Merkur bis Jupiter und rechts die Region von Jupiter bis Neptun. Jedes Pünktchen entspricht einem Himmelskörper. Die roten, grünen und blauen Punkte entsprechen verschiedenen Typen von Kleinkörpern. Im Hauptgürtel liegen die zehntausenden Punkte der Asteroiden so dicht, dass sie verschwimmen. Bildquelle: Minor Planet Center, Animationen sind zu finden unter: http://cfa-www.harvard.edu/iau/Animations/Animations.html Nomenklatur für Kleinplaneten Nicht-Astrologen werden sich aber natürlich die Frage stellen, weshalb etwa ein so kleines Objekt wie beispielsweise Chiron von Bedeutung sein soll, während unzählige, oft größere Himmelskörper wie die Asteroiden Sylvia, Europa, Interamnia oder Hygiea, völlig ignoriert werden. Selbst Pallas und Vesta die schon viel länger bekannt sind, kamen bisher eher wenig zum Einsatz. Wer bestimmt also welche Kleinkörper für die Astrologie relevant sind und welche nicht? Und wie möchte man überhaupt eruieren welche Art von „Einfluss“ oder welche „symbolische“ Bedeutung einem ganz bestimmten Himmelskörper zukommt, wo doch nach heutigen Erkenntnissen klar ist, dass, würde man alle bekannten Objekte auf die Ekliptik projizieren, jeder Grad der Ekliptik, also letztlich die gesamte Horoskopgrafik, geradezu übersät wäre mit Himmelskörpern. Tatsächlich würde in den astrologischen Häusern ein weitaus schlimmeres Gedränge herrschen als in den Abbildungen oben. Diese Tatsache macht es Astrologen letztlich auch unmöglich, behauptete Einflüsse oder Symbolkräfte auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Wie möchte man anderen plausibel machen, man könne sich trotz dieser Drängelei, etwa über die Bedeutung Chirons im 7. Haus Klarheit verschaffen, wo sich doch stets tausende Himmelskörper gleichzeitig dort aufhalten? Folgt man dem modernen astrologischen Selbstverständnis, sollte doch zumindest in Erwägung gezogen werden, ob die vermeintlichen Einflüsse, nicht von einem der vielen anderen Himmelskörper herrühren könnte. Die Beispiele Uranus, Neptun, Pluto und Chiron haben aber ohnehin deutlich gemacht, dass die Interpretation der Gestirne weniger auf Beobachtungen oder Erfahrungen, sondern vielmehr auf einem ausgeprägten Namensfetischismus beruht. Von daher erscheinen auch die Äußerungen von Robert Hand etwas unüberlegt, denn wie die Gestirne benannt wurden, war den Astrologen bisher alles andere als egal. Im Gegenteil, erst aufgrund des Namens bekamen die Himmelskörper ihre vielschichtigen, astrologische Bedeutungen. Nicht nur in der Antike. So sieht etwa die Astrologin Angela Mackert in dem Begriff „Zwergplanet“ einen neuen Symbolschatz: „Diese neue Symbolik kann die Deutung des Pluto ergänzen und seine Thematik vielleicht sogar klarer werden lassen. Denn die Zwerge sind keineswegs schwach und hilflos.“ Pluto, ein astrologischer Exzentriker auf der schiefen Bahn Pluto ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Exzentriker aufgrund seiner sehr besonderen Bahn. Er macht damit die Grenzen und die Widersprüchlichkeit der astrologischen Systeme sehr deutlich. Der Unterschied der Plutobahn zu den Planeten wird klar wenn man ihre Neigung betrachtet. Plutos Bahn ist mit mehr als 17 Grad stark zur Erdbahn geneigt und damit auch zu allen anderen Planeten. Das ist ein Hauptgrund warum Pluto Neptun nie nahe kommt und die beiden nie zusammenstossen können. Trotz der starken Bahnneigung von Pluto gibt es keine räumlichen Schnittpunkte zwischen der Neptun- und Plutobahn. Die Abweichungen der Bahnellipsen von einem Kreis spielen in der Astrologie in der Regel keine grosse Rolle, da alle Gestirne auf einen Kreis gezwungen werden. Welche Konsequenzen sich aus dieser Vorgehensweise ergeben, wird besonders am Beispiel von Zwergplaneten wie Pluto oder der Asteroiden deutlich. Anhänger der modernen Astrologie haben wiederholt betont, dass die Planeten der Astrologie nicht das gleiche wären wie in der Astronomie. Die Planeten seien demnach Symbole und keine physikalischen Objekte. Nur ihre Position am Himmel würde astronomisch korrekt berechnet. Das heißt, berechnet werden dann letztlich doch die astronomischen Planeten, also jene physikalischen Objekte, die wir am Himmel beobachten können. Das ist auch der Grund weshalb immer wieder behauptet wird, das Horoskop sei eine Art Himmelskarte, welche den Himmel, so wie er sich zum Zeitpunkt der Geburt mit Bezug zum Geburtsort darstellte, grafisch wiedergibt. ( z. B.: „Kritische Astrologie“ von Peter Niehenke, 1987, Kapitel 2.2, oder Doris Vyvadil: „Ein persönliches Geburtshoroskop zeigt eine idente Abbildung der Himmelskarte zum Zeitpunkt der Geburt an.“) Tatsächlich aber ist ein Horoskop als Himmelskarte völlig unbrauchbar. Und zwar nicht nur weil die astrologischen Tierkreiszeichen im Gegensatz zu den Sternbildern, am Himmel gar nicht zu sehen sind und somit die wichtigste Orientierungshilfe fehlt, sondern vor allem auch aufgrund des Umstandes, dass die Breite der Gestirne im allgemeinen nicht in astrologische Berechnungen eingeht. Es macht keinen Unterschied, ob man einen Ort hier auf der Erde oder ein Objekt am Himmel finden möchte. Man benötigt immer zwei Koordinaten, die Länge und die Breite. Astronomen haben deshalb spezielle Koordinatensysteme entwickelt. Abgesehen vielleicht von ein paar wenigen Ausnahmen, begnügen sich Astrologen aber in der Regel mit der Berechnung der ekliptikalen Länge. Kein Problem, solange sich ein Gestirn genau in der Ekliptik bewegt. Pluto kann sich aber aufgrund der starken Bahnneigung auch 17 Grad südlich beziehungsweise nördlich der Ekliptik aufhalten. Pluto im Walfisch. Was bedeutet das für die Astrologie? Wenn wir uns z. B. die Daten für Wien mit einem Planetariumsprogramm anschauen, sehen wir, dass Pluto am 3. September 2006 um 14:51 am Horizont aufgegangen ist. In herkömmlichen Horoskopen hingegen, befindet sich Pluto zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 9 Grad, also sehr weit unter dem Horizont. Und etwas später, wenn wir Pluto rein theoretisch bereits mit einem Teleskop beobachten könnten, ist er in den Horoskopen immer noch nicht aufgegangen. Diese Diskrepanz kommt zustande, weil sich Pluto derzeit einige Grade nördlich der Ekliptik aufhält, wodurch er schon viel früher aufgeht als der entsprechende Ekliptikgrad. Wir sehen also, das Horoskop ist wirklich keine gute Himmelskarte, vor allem wenn man bedenkt, dass sich Himmelskörper wie Pluto aufgrund ihrer Bahn, zuweilen überhaupt nicht in Ekliptiksternbildern aufhalten. So zieht beispielsweise Pluto nie durch die Sternbilder Fische und Widder. Er wandert stattdessen, weitab von der Ekliptik, durch das Sternbild Walfisch. Für Astrologen spielt das aber keine Rolle. Diese Abweichung von der Ekliptik wird einfach ignoriert. Und Pluto wird so interpretiert, als würde er sich im astrologischen Tierkreis, also entlang der Ekliptik bewegen. Ähnlich wird auch mit Asteroiden, wie etwa Pallas verfahren, der aufgrund seiner Bahn (Bahnneigung über 34 Grad) noch viel seltener in der Ekliptik zu finden ist. Eigentlich kein Wunder, wo doch selbst der Polarstern von einigen Astrologen die auch Fixsterne in ihre Deutung miteinbeziehen ganz einfach auf die Ekliptik projiziert wird. Das ist im Grunde so, als würde man alle Orte der Erde auf ein und demselben Breitengrad einzeichnen. Die Interpretation einer „engen Begegnung“ (Konjunktion) erfolgt dann so, als würde man den Nordpol am Äquator einzeichnen und dann behaupten, seine „Begegnung“ mit Singapur hätte dramatische Folgen. Pluto und Zirkumpolar-Gestirne im Horoskop – Interpretations-Konflikte über das Oben und Unten Pluto macht deutlich wie weit sich die Astrologie bereits von der Astronomie entfernt hat. Aber auch das astrologische Interpretationssystem an sich erscheint äußerst zweifelhaft. Es drängt sich hier nämlich ganz automatisch die Frage auf, ob die Interpretation der Exzentriker wie (134340) Pluto oder (136199) Eris, dessen Bahnneigung sogar 44 Grad beträgt, und somit die Horoskope im allgemeinen, aus rein astrologischer Sicht überhaupt korrekt sind. Denn selbst astrologische Klassiker wie beispielsweise Mond und Merkur, deren Bahn um über 5 bzw 7 Grad geneigt ist, befinden sich oftmals nicht an den vermeintlichen Positionen im Bezug zum Horizont. Ob sich ein Gestirn zu einem bestimmten Zeitpunkt gerade oberhalb oder unterhalb des Horizonts befindet, ist jedoch nachweislich von jeher von fundamentaler astrologischer Bedeutung gewesen. Und im Grunde hat sich daran auch nichts geändert. Den Horoskopachsen (Horizontlinie und Meridian) wird heute nicht weniger Gewicht beigemessen, da die Gestirne traditionell, je nach ihrer Lage zum Horizont völlig unterschiedlich interpretiert werden. Mapping the Psyche, Band 2 von Clare Martin (Astrodienst) Den meisten Astrologen ist nur leider nicht bewusst, dass die hier verwendete Horizontlinie genauso wenig symbolisch zu verstehen ist, wie die Gestirne mit denen hier tatsächlich gearbeitet wird. (siehe dazu auch „Astrologische Häusersysteme“ von Ralph William Holden, 1998, Seite 9: „Der Ort des antiken Sternguckers wird heute vom Astrologen eingenommen, der das Horoskop (wahrscheinlich mit dem Computer) errechnet. Der Untersuchungsgegenstand bleibt jedoch der gleiche. Die Wirklichkeit des Astrologen sind die Planeten am Firmament, nicht die gezeichneten Horoskopsymbole.“) Steht beispielsweise die Sonne in einem Geburtshoroskop links knapp oberhalb der Horizontlinie, bedeutet dies, dass die Sonne gerade aufgegangen ist, als der Betreffende geboren wurde. Astrologisch befindet sich die Sonne dann im 12. Haus. Genauso wie Pluto in unserem Beispiel für den 3. September. Aufgrund der vereinfachten Berechnungen würden Astrologen Pluto allerdings völlig anders interpretieren und zwar so als befände er sich weit unter dem Horizont, aus astrologischer Sicht im 1. Haus. Das ist so als würde man die Sonne unter dem Horizont einzeichnen obwohl sie bereits aufgegangen ist. Der Tag wird zur Nacht gemacht. Der Unterschied ist, unter der Voraussetzung eines flachen Horizonts (kein Gebirgszug oder ähnliches am natürlichen Horizont), würde ein solcher Fehler, im Fall der Sonne, jedem sofort auffallen. Die ganze Problematik wird noch offensichtlicher wenn man sich den Zwergplaneten Eris, mit dem einige Astrologen bereits experimentieren, etwas genauer anschaut. Die Abbildung zeigt die Bahn von (136199) Eris (weiß), die Ekliptik (rot), die Ekliptiksternbilder und ein paar der umliegenden Sternbilder. Bild zum vergrößern anklicken. Wie die Abbildung zeigt, hält sich dieser Zwergplanet über weite Strecken extrem weit abseits der Ekliptik auf. Südlich der Ekliptik durchquert er den Pfau, ein Sternbild, welches beispielsweise auf der geographischen Breite von Wien nie zu sehen ist. Das heißt, dieses Gestirn wird während dieser Zeit bei uns überhaupt nicht aufgehen, in Horoskopen aber trotzdem auch über dem Horizont zu finden sein, weil auf die Besonderheit seiner Bahn keine Rücksicht genommen wird. Auf der anderen Seite wandert Eris so weit nach Norden, dass er für eine gewisse Zeit sogar zu einem Zirkumpolar-Gestirn wird. Der Zwergplanet wird dann so wie das Sternbild Großer Wagen bei uns nicht untergehen und jede Nacht am Himmel stehen. Von Auf- und Untergang kann dann also gar nicht mehr gesprochen werden. In Horoskopen wird er dennoch auch unter dem Horizont zu finden sein, was letztlich das gesamte Interpretationssystem doch sehr in Frage stellt. Eine wirklich plausible Erklärung für diese Vorgehensweise wird sich nur schwer finden lassen. Die alten Griechen, auf deren Erfahrungen man sich auch heute noch gerne beruft, hätten dafür mit Sicherheit wenig Verständnis. Es herrscht also tatsächlich Chaos im Horoskop. Allerdings nicht erst seit Plutos Degradierung. Es ist nicht das geozentrisch ekliptikale Koordinatensystem, welches hier kritisiert wird. Dagegen wäre überhaupt nichts einzuwenden. Zu kritisieren ist vielmehr, der Umgang mit diesem System in der astrologischen Praxis, die diversen, irreführenden Beschreibungen der Horoskopzeichnung und die schlichtweg falsche Behauptung der Astrologen, sie würden die Positionen der Gestirne, sowohl in der Ekliptik als auch im Bezug zum Horizont, genau kennen und korrekt im Horoskop abbilden. z. B. „The Birthchart as a Map: Part 4 of 12“ by Mary Plumb (The Mountain Astrologer) oder „Ars Astrologicae. Astrologie im Mittelalter“ von Holger A. Faß, 2004, Seite 13. Mithilfe des genannten Koordinatensystems und unter Berücksichtigung atmosphärischer Phänomene wie der Refraktion, wäre eine genaue Positionsbestimmung auch gar kein Problem. Mit nur einer Koordinate, der ekliptikalen Länge, ist das einfach unmöglich. Eine Koordinate macht eben noch kein Koordinatensystem. Tatsächlich ist die ekliptikale Breite der Gestirne in vielen astrologischen Ephemeriden überhaupt nicht zu finden. (z. B. Swiss Ephemeris (Astrodienst)) Um so skurriler erscheint die Tatsache, dass in einigen solcher Gestirnstandsbücher, eine Koordinate des äquatorialen Koordinatensystems auftaucht. Da wird nämlich die Deklination der Gestirne angegeben, also der Abstand eines Gestirns vom Himmelsäquator. Man beachtet also den Abstand vom Himmelsäquator, während man den Abstand von der Ekliptik völlig ignoriert. Und das obwohl sich in der Astrologie alles auf der Ekliptik und nicht am Äquator abspielt. Das ist für Außenstehende und besonders für Astronominnen und Astronomen nur schwer nachvollziehbar. Plutos Degradierung: Sind die Sterne an ihrem Schicksal selber schuld? Als Astrologen von Plutos Degradierung erfuhren, machten sich viele gewohnheitsmäßig natürlich sofort daran Plutos Entdeckungshoroskop und andere Mundan-Horoskope zu studieren. Und einmal mehr wurde klar wie überaus problematisch sich die Astrologie gestaltet. Welche Uhrzeit ist von Bedeutung? Auf den Seiten von Astrologix entschied sich einer für 16:41 (andere schlossen sich dem an). Seiner Meinung nach ist das jener Zeitpunkt als Pluto der Planetenstatus „offiziell“ (was immer das bedeuten mag, denn die Generalversammlung war da noch nicht zu Ende gegangen) aberkannt wurde. Und ganz klar: „Als Pluto am 24.08.2006 / 16h41m / Prag seinen Planetenstatus offiziell verlor und zum „Zwergplaneten“ verkam, stand er genau in der Halbsumme der beiden Transneptuner Admetos (Verlust, Tod) und Vulkanus (mit aller Gewalt), der seinerseits -0º- nördl. Saturn-Knoten (Materie) stand. Fazit: Pluto wurde als zu klein befunden.“ Einem anderen Astrologen fiel sofort auf: „da befindet sich eine Versammlung im Hades und bugsiert den Pluto ins 12. Haus.“ Quelle: http://www.astrologix.de/forum/ForumID45/745.html 1. September 2006: Link momentan defekt 2. September 2006: Die entsprechenden Beiträge wurden offenbar gelöscht 5. September 2006: Stellungnahme des Betreibers zum Verschwinden der Beiträge (Beitrag 5) Die hier genannten Transneptuner sind übrigens keine realen Transneptun-Objekte, sondern hypothetische „Planeten“ der Hamburger Schule. Dass Plutos Schicksal eigentlich bereits um 15:35 besiegelt war, (da war die Abstimmung der beiden entscheidenden Resolutionen 5A und 5B bereits gelaufen), spielt wohl keine grosse Rolle. Denn vermutlich finden Astrologen auch in diesem Horoskop eindeutige Hinweise auf Plutos Degradierung. Wenn das so weitergeht, stellt sich allerdings noch eine ganz neue Frage: Sollten Horoskope auch für andere Planeten gefährlich sein, kann es dann auch für Jupiter eng werden? Vielleicht sagt dann eines Tages der letzte Astrologe zum letzten Mal: Jupiter auf allen Wegen. <Zurück zum Seitenanfang> Kann man Astrologie überprüfen? Diese Frage würden viele Astrologen mit ja beantworten. Und einige Astrologen meinen sogar, Astrologie sei eine Wissenschaft, eine Wissenschaft die aber noch in den Kinderschuhen stecken würde, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie von anderen Wissenschaftlern nicht ernstgenommen wird. Tatsache ist aber, dass die Astrologie die wohl am häufigsten untersuchte Pseudowissenschaft überhaupt ist. Die weiter unten angeführten Studien sind lediglich Beispiele. In den letzten Jahrzehnten wurden unzählige Tests durchgeführt. Dabei sprachen einige wenige für die Astrologie. Wiederholte Tests brachten dann aber keine signifikanten Ergebnisse. Der Grund für die vielen Tests ist einfach: Viele astrologische Behauptungen lassen sich relativ einfach überprüfen. Das gilt besonders für die Mondastrologie, von der sich die meisten Astrologen zwar zu distanzieren versuchen, dennoch findet man nicht nur in herkömmlichen Mondkalendern sondern auch in praktisch allen astromedizinischen Büchern beispielsweise Aussagen darüber, weshalb man sich zu bestimmten Zeiten keiner Operation unterziehen sollte. Ebenfalls häufig wird in einschlägiger Literatur behauptet, psychisch kranke Menschen würden bei Vollmond nachweislich aggressiver reagieren. Außerdem soll es bei Vollmond mehr Geburten geben, mehr Selbstmorde etc. Diese und ähnliche Behauptungen lassen sich leicht überprüfen. Untersuchungen widerlegten diese astrologischen Behauptungen. Steht unser Schicksal in den Sternen? Die Astronomen Culver und Ianna untersuchten vor einigen Jahren publizierte Vorhersagen gut bekannter Astrologen und astrologischer Organisationen in einem Zeitraum von fünf Jahren. Alles in allem waren es über 3.000 Prognosen. Viele davon betrafen Politiker, Filmstars und andere bekannte Persönlichkeiten. Nur 10% dieser Prognosen „trafen ein“. Und bei vielen dieser wenigen „Treffer“ handelte es sich wiederum um äußerst vage Formulierungen, die man auch anders interpretieren könnte. Das Ergebnis dieser und ähnlicher Untersuchungen wird die Astrologen allerdings kaum beeindrucken, da die meisten der heutigen Astrologen, selbst nichts von derart „unseriösen“ Prognosen halten. Das ist schon seltsam, wo man sich doch immer noch so gerne auf uralte Erfahrungen beruft und über viele Jahrhunderte hinweg von Sterndeutern behauptet wurde, man könne präzise Vorhersagen machen. In diesem Fall aber, scheint man auf das „Wissen der Alten“ verzichten zu können. Der überwiegende Teil der Astrologen teilt heute die Ansicht, man könne lediglich gewisse „Tendenzen“ im Horoskop erkennen. Genaue Vorhersagen seien aber schlichtweg unmöglich. Ob es aber tatsächlich möglich ist, bestimmte Tendenzen vorherzusagen, konnte bis heute nicht bewiesen werden. <Zurück zum Seitenanfang> Stimmt die astrologische Behauptung, das Horoskop würde Auskunft über den Charakter eines Menschen geben? In diesem Punkt sind sich alle Astrologen einig. Aber nicht nur Astrologen sondern auch viele Astrologie-Fans würden diese Frage mit JA beantworten. Ein Beweis dafür, konnte aber bis heute nicht erbracht werden. Im Gegenteil, viele Astrologie-Tests widerlegten diese Behauptung. Astrologen glauben dennoch daran, nicht zuletzt deshalb, weil sie von ihren Kunden immer wieder hören, wie treffend das Horoskop sie beschreiben würde. Vor einigen Jahren führte der Franzose Michel Gauquelin ein interessantes Experiment durch. In einer bekannten Zeitschrift schaltete er ein Inserat, dem zu entnehmen war, dass man bei ihm kostenlos persönliche Horoskope bestellen könne. Dann schickte Gauquelin aber allen Interessenten den gleichen Text zu. Die Hauptfrage in dem beigefügten Fragebogen lautete, ob der Horoskoptext den Charakter der Person korrekt beschreibe. 94 Prozent der Leute waren überzeugt, dass das Horoskop ihren Charakter zutreffend beschrieb. Es handelte sich dabei allerdings um das Horroskop des Massenmörders Marcel Petiot. Das WDR-Fernsehen wiederholte den Versuch im Jahr 1997. Als Eclipse-Astro-Forschungsgruppe getarnt, verschickte die Redaktion an mehr als 200 Interessierte statt eines persönlichen Computer-Horoskops ein für den am 25. 10. 1879 um 18 Uhr in Hannover geborenen Mörder Fritz Haarmann erstelltes. Das Ergebnis glich dem Gauquelins: 74 Prozent der Teilnehmer fanden ihren Charakter „korrekt beschrieben“, 15 weitere jubelten sogar: „Perfekt, es stimmt alles.“ (WDR, Quarks) Für Aufsehen sorgte das Ergebnis eines Zuordnungs-Tests das von dem Physiker Shawn Carlson 1985 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde. In diesem Fall mussten die Astrologen Horoskope den Profilen des California Personality Inventory (CPI) zuordnen. Sie erhielten das Horoskop einer Testperson sowie drei Profile des CPI, das Profil von der Testperson, sowie zwei weitere, zufällig ausgewählte. Nun mussten sie das Horoskop dem richtigen Profil zuordnen. Dieser Test, der übrigens gemeinsam mit professionellen US-Astrologen ausgearbeitet wurde, brachte ein niederschmetterndes Ergebnis. Die Astrologen waren davon überzeugt bei der Auswertung auf über 50% zu kommen. Tatsächlich aber lag die Trefferquote bei nur 34%. Shawn Carlson, „A Double-Blind Test of Astrology,“ Nature, Vol. 318, pp. 419-425, 1985 Der Astrologe John McCall unterzog sich ebenfalls einem Double-Blind Test, organisiert an der Universität von Virginia von Charles Tolvert und Philip Ianna. McCall behauptete er käme bei der richtigen Zuordnung der Geburtshoroskope auf eine Trefferquote von 80%. Tatsächlich lag er nur in 7 von 28 Fällen richtig. Bei einem anderen Test, sollten 45 Astrologen aus Amerika, England, Australien und Europa anhand von Geburtshoroskopen bestimmen, welche der 160 Testpersonen, introvertiert bzw. extravertiert und welche emotional stabil bzw. instabil sind. (Nach Eysencks Persönlichkeitsprofil) Teilgenommen hatten erfahrene Astrologen und die Testpersonen wurden speziell nach ihrer psychischen Auffälligkeit ausgewählt. Dennoch schnitten die Astrologen bei diesem Test nicht gut ab. Ihre Aussagen trafen in genau 50,5 Prozent der Fälle zu. Damit drücken sie keine Gesetzmäßigkeit aus, die Horoskope und Charaktereigenschaften verbinden könnte, sondern entsprechen lediglich der Situation zufällig ausgewählter Aussagen. Dean, G. (1985), „Can astrology predict E and N? 2: the whole chart“, Correlation, 5 Geoffrey Dean and Ivan W. Kelly; Is Astrology Relevant to Consciousness and Psi?, Journal of Consciousness Studies Die meisten Astrologen nehmen derart unerfreuliche Untersuchungsergebnisse recht gelassen zur Kenntnis. Der bekannte Astrologe Robert Hand beispielsweise sieht die Sache folgendermaßen: „Positive Resultate im Rahmen des wissenschaftlichen Studiums der Astrologie müssen zweifellos ernst genommen werden, aber negative Resultate nicht so ernst.“ (zitiert in Perry, 1995a, p.37). Quelle: The Concepts of Modern Astrology: a Critique, By Ivan W Kelly (Punkt 3), gefunden auf den Seiten von Astrology & Science. Astrologie-Test 2002 von Edgar Wunder Herr Wunder schreibt in Astronomie Heute: „Falls die Astrologen der Urteilskraft der Versuchspersonen nicht vertrauen und lieber auf ihr eigenes Urteil setzen, ginge es auch so: „Wenn ein richtiges und ein falsches Horoskop zur Auswahl stehen, kann ein Astrologe mit ziemlicher Sicherheit sagen, welches der beiden das richtige für einen bestimmten Menschen ist, sofern Wesen und Entwicklungsgeschichte dieses Menschen bekannt sind.“ Vor drei Jahren legte ich solche Formulierungen 135 Astrologen zur Beurteilung vor. Die überwältigende Mehrheit (73 beziehungsweise 88 Prozent) meinte, dass sich die Aussagen im Experiment auf jeden Fall als richtig herausstellen sollten. Anschließend führte ich beide Experimente mit insgesamt 1700 Versuchspersonen durch. Das Resultat: Weder die Astrologen noch die übrigen Versuchsteilnehmer waren in der Lage, richtige von falschen Horoskopen zu unterscheiden. Auf das korrekte Geburtsdatum scheint es also nicht anzukommen. Das heißt aber letztlich: Die von den Astrologen behaupteten Zusammenhänge bestehen nicht. Deshalb ist die Astrologie nicht nur keine Naturwissenschaft, sondern sie erfüllt auch nicht die Ansprüche, die an jede Erfahrungswissenschaft (also auch Sozial- und Humanwissenschaften) zu stellen sind.“ Quelle: DIE WELT DER ASTROLOGEN, Sie leben im Zeitalter der Raumfahrt, sie nutzen moderne Technik — und sie deuten Horoskope, von Edgar Wunder, ASTRONOMIE HEUTE Juni 2005 Sternzeichen geben keine Auskunft über Persönlichkeit und Intelligenz eines Menschen Das ergab auch eine wissenschaftliche Studie, die Ende 2005 publiziert wurde. Abstract: The relationship between date of birth and individual differences in personality and general intelligence: A large-scale study, Peter Hartmann, Martin Reuter und Helmuth Nyborg <Zurück zum Seitenanfang> Lebensläufe astrologischer „Geburtszeit-Zwillinge“ Im Sommer 2003 sorgte der Artikel Is Astrology Relevant to Consciousness and Psi? (G. Dean and I. W. Kelly), der im „Journal of Consciousness Studies“ erschienen war, für großen Wirbel. Denn Geoffrey Dean, einer der beiden Autoren, kündigte darin die Veröffentlichung einer Studie an, deren Ergebnis die Kernaussage der Astrologie zu widerlegen scheint, nämlich, dass die Geburtszeit bedeutende oder zumindest signifikante Einflüsse auf Biographien bedingt. Der „Sunday Telegraph“ schrieb: „Astrologers fail to predict proof they are wrong“ und „The Washington Times“ berichtete unter dem Titel „Comprehensive study of ‘time twins’ debunks astrology“ über die Studie. Daraufhin setzte von Seiten der Astrologen ein Sturm der Empörung ein. Roy Gillett, der Vorsitzende der „British Association of Astrologers“, warf Dean vor, er wolle die Astrologie diskreditieren. Andere behaupteten, die Resultate seien von Dean böswillig manipuliert worden. Was hatte die heftigen Reaktionen ausgelöst? Dean untersuchte die Daten von 2100 Personen, die in London in der Zeit vom 3.-9. März 1958 geboren wurden. Die Geburtsdaten für diese Studie, dienten übrigens ursprünglich einem ganz anderen Zweck. Die Daten wurden 1958 in London für eine medizinische Studie erhoben, weil man herausfinden wollte ob die Umstände der Geburt die gesundheitliche Entwicklung eines Kindes beeinflussen. Nach 11, 16 und 23 Jahren wurden die Kinder überprüft. Die Wissenschaftler untersuchten dabei 110 relevante Variablen, wie etwa IQ, Angst, Aggressivität, Körpergröße, Gewicht, musische und sportliche Neigungen, Lese- und Rechenfähigkeit, Anfälligkeit für Unfälle, Beruf usw. Bei 73 Prozent der 2100 von Dean untersuchten Personen, lagen zwischen ihrer Geburt und der Geburt des nächsten Babys nur fünf Minuten oder weniger. Astrologen sprechen in solchen Fällen, wenn also Geburtsdatum, Zeit und Ort übereinstimmen, von so genannten „Zeit-Zwillingen“. Und da die Astrologie davon ausgeht, dass jeder Mensch ganz „individuell“ vom Stand der Gestirne zum Zeitpunkt der Geburt „geprägt“ wird, müssten diese „Geburtszeit-Zwillinge“, da sie ja zudem am gleichen Ort geboren wurden, extrem ähnliche Lebensläufe und Charakterzüge aufweisen. Die Bedingungen, für einen starken, und daher leicht nachweisbaren astrologischen Effekt, hätten kaum besser sein können (nahe Geburtszeiten und -Orte), meinen Dean und Kelly. Doch bei keinem der über 100 Persönlichkeitsmerkmale ließen sich signifikante Übereinstimmungen oder andere erwartete astrologische Effekte nachweisen. Bis zum Erscheinen der Studie bleibt nur gespanntes Abwarten. <Zurück zum Seitenanfang> Der Mars Effekt Viele Astrologieanhänger glauben auch heute noch, die Astrologie sei wissenschaftlich bewiesen und zwar durch den von Michel Gauquelin behaupteten „Mars Effekt“. Gauquelin ein französischer Statistiker wollte in den 50er Jahren eben mittels Statistik beweisen, dass an der Astrologie nichts dran ist. Er sammelte eine große Anzahl von Geburtsdaten und untersuchte damit astrologische Behauptungen, wie etwa die Bedeutung der Tierkreiszeichen. Das Ergebnis: Nichts signifikantes zu finden! Weitere Untersuchungen ergaben dann aber scheinbar „signifikante“ Ergebnisse. Seine Vorgehensweise bei der Berechnung der Gestirne deckte sich allerdings nicht mit jener der Astrologen, die ja die Position der Planeten in der Ekliptik berechnen. Gauquelin bediente sich der täglichen Rotationbewegung der Erde. Er unterteilte ganz einfach die Tag -und Nachtbögen der Gestirne in jeweils gleich große Segmente. Also den scheinbaren Tagbogen eines Gestirns, der sich über dem Horizont befindet, von Aufgang bis Kulmination und Untergang in 6 (erst waren es 18) gleich große Teile und genauso den Nachtbogen der sich unter dem Horizont befindet. Dann berechnete er, wo genau sich ein Gestirn auf seinem Bogen befindet und in welchen Sektor das Gestirn fällt. Gauquelin hatte seine Geburtsdaten in Berufsgruppen unterteilt. Und zu seiner eigenen Überraschung stellte er fest, dass über 22% der Sportler den Mars in Sektor 1 (nach dem Aufgang) oder 4 (nach der Kulimination) hatten, während es bei Nicht-Sportlern nur etwa 17% waren. Gauquelin hat dann weiters behauptet auch andere Berufsgruppen (Mediziner, Autoren etc.) würden entweder Mars, Jupiter oder Saturn häufiger in diesen Sektoren haben als andere Menschen. Die Sektoren 1 und 4 decken sich übrigens in etwa mit den astrologischen Häusern 12 und 9. Nun entsprechen die Ergebnisse von Gauquelin allerdings überhaupt nicht den astrologischen Behauptungen. Denn da wird den Planeten von jeher größere Bedeutung beigemessen wenn sie sich in den sogenannten Eckhäusern, also 1, 4, 7 und 10 befinden. Dennoch behaupten viele Astrologen seither, Gauquelin hätte die Astrologie praktisch wissenschaftlich bewiesen. Auch heute noch, obwohl praktisch seit Anfang der 90er Jahre bekannt ist, daß der Mars Effekt nicht existiert. 1967 prüfte das belgische Komitee Para den Mars Effekt. Die Daten setzten sich allerdings zusammen aus nur 62 belgischen Sportlern und 473 französischen Sportlern aus der Sammlung von Gauquelin. Das Ergebnis stand 1976 fest. 22,24% hatten den Mars in Sektor 1 und 4. Das Komitee war dennoch nicht überzeugt. Man vermutete schon damals, dass etwas an Gauquelins Daten nicht stimmte. In den 70er Jahren machte sich dann ein amerikanisches Komitee ans Werk. Diesmal mit den Daten von 408 amerikanischen Sportlern. Nur 13,48% hatten den Mars in den entsprechenden Sektoren. Dieser Test, der also überhaupt keine Signifikanz zeigte, wurde später hart kritisiert. Denn plötzlich machte eine neue Theorie die Runde, wonach der Mars Effekt nur dann besonders deutlich zu sehen sei, wenn es sich um wirklich berühmte Sportler handelt, wie sie beispielsweise in einem Sportlexikon zu finden seien. Klärung brachte dann erst ein französisches Team, daß den Test mit 1066 Sportlern durchführte. Das Ergebnis nur 18,66% hatten Mars in den Sektoren 1 und 4, zu 17,7% bei Nicht-Sportlern. Ergebnis also nicht signifikant. Und bei der Überprüfung der Geburtsdaten der Sportler hat sich herausgestellt, dass sich in 133 Fällen die Daten mit jenen Gauquelins nicht deckten und das Gauquelin in seine Studie auch Sportler einbezogen hatte, deren Daten gar nicht eindeutig feststellbar sind. Von 430 waren das immerhin 88 Sportler und von diesen 88 hatten 30,7% den Mars in den Sektoren 1 und 4. Außerdem stellte sich heraus, dass Gauquelin auch in späteren Studien praktisch alle Daten die er in einem Sportlexikon gefunden hatte als brauchbar behandelte, egal ob die Daten einwandfrei feststanden oder nicht. Weiters hatte er bei der Auswahl der Daten sehr seltsame und widersprüchliche Maßstäbe angelegt. Während beispielsweise einige mindestens in einer Olympiamannschaft gespielt haben mussten, genügte bei anderen der Bekanntheitsgrad in Frankreich. Mit anderen Worten, Gauquelins Daten waren nicht sauber und der Mars Effekt existiert nicht. Ob Gauquelin die Daten bewusst verfälschte ist nicht klar und lässt sich auch nicht mehr feststellen. 1991 kurz nach einem Treffen mit einem Mitglied des französischen Komitees, wo die Datenunstimmigkeiten diskutiert wurden, nahm sich Gauquelin (60ig jährig) das Leben. Sein Archiv hat er vorher vernichtet. Literatur: Benski, Claude, et al., The „Mars Effect“: A French Test of 1 000 Sports Champions (Amherst, NY: Prometheus Books, 1996) Zwar von Gauquelin bereits erwähnt, aber in der vierzigjährigen Geschichte des Mars Effekts praktisch nie öffentlich diskutiert, und von daher oft unklar, ist die Tatsache, dass diese Art einer statistischen Untersuchung auf unüberwindbare Probleme stossen würde, wenn man die nordischen Länder miteinbezieht. Denn ab den Polarkreisen gehen bestimmte Teile der Ekliptik überhaupt nicht auf. Das heißt sie gehen zu keiner Tages -oder Nachtzeit auf. Man denke nur an die Polarnächte. Spitzbergen Polarnacht: 26.10. – 16.02. Nordkap Polarnacht: 18.11. – 24.01. Hammerfest Polarnacht: 21.11. – 21.01. Tromsoe Polarnacht: 25.11. – 17.01. Longyearbyen die Hauptstadt von Spitzbergen liegt auf über 78 Grad nördlicher Breite. Die Polarnacht an diesem Ort dauert extrem lange, was bedeutet, dass etwa 110 Grad der Ekliptik dort nie über den Horizont aufsteigen. Hammerfest liegt auf über 70 Grad nördlicher Breite. Das heißt dort gehen rund 60 Grad der Ekliptik niemals auf. Deshalb dauert die Polarnacht in Hammerfest 2 Monate.In der etwas südlicher gelegenen Universitätsstadt Tromsoe dauert die Polarnacht auch noch recht lange. Das heißt alle Menschen die in dieser Gegend zur Welt kommen, haben schon von daher eine wesentlich geringere Chance den Mars oder irgend einen anderen Planeten im Hororskop über dem Horizont zu haben. Und eine statistische Untersuchung wie sie Gauquelin durchgeführt hat, wäre einfach absurd. Es ist nicht nur so, dass die meisten und vor allem die beliebtesten astrologischen Häusersysteme ab den Polarkreisen versagen. Das ganze astrologische System, dass von der Annahme ausgeht, jeder Grad der Ekliptik würde, bedingt durch die Rotation der Erde in 24h einmal über den Horizont aufsteigen, bricht da zusammen. Wobei sich das Versagen dieses Systems besonders dramatisch an den beiden Polen bemerkbar macht, wo man dann überhaupt nicht mehr von Auf -und Untergängen, oder von Aszendent und Deszendent sprechen kann, weil sich immer nur die gleichen 180 Grad der Ekliptik über dem Horizont befinden. Von einem universellen oder kosmischen Gesetz kann hier also wirklich nicht die Rede sein. Denn genaugenommen muss man sagen, dass dieses System bei einem Viertel aller möglichen Breitenkreise nicht funktioniert! In Spitzbergen leben zwar nicht sehr viele Menschen, in Tromsoe sind es aber schon wesentlich mehr und so kann man von einer Ausnahme wirklich nicht sprechen. Zumal immerhin allein in der russischen Stadt Murmansk (wo bereits fast 40 Grad der Ekliptik nicht aufgehen) ungefähr 450.000 Menschen leben. Die gesamte Murmansker Oblast zählt 1,1 Millionen Einwohner. (Aber auch Pinguine, Eisbären etc, sollte man nicht vergessen, da man in der Astrologie eigentlich davon ausgeht, die „kosmischen Kräfte“ würden auf alle Lebewesen „wirken“) Bei einer astrologischen Personalauswahl, welche beispielsweise Mitarbeiter fordern würde die einen Aszendent Schütze oder Steinbock haben sollten, wären jedenfalls viele Menschen praktisch chancenlos. Astrologische Personalauswahl läuft auf eine „siderische Diskriminierung“ hinaus. Sie meinen, so etwas kann Ihnen nicht passieren? → Kuriositäten: Es steht in den Sternen (Format 2. 6. 2012) Oder: Astrologie-Irrsinn im Nürnberger Rathaus (AZ Nürnberg 29. 6. 2012) <Zurück zum Seitenanfang> Die Akte Astrologie Gunter Sachs behauptete in seinem Buch „Die Akte Astrologie“ (1997), den wissenschaftlichen Nachweis eines Zusammenhangs zwischen den Sternzeichen und dem menschlichen Verhalten erbracht zu haben, was für einiges Aufsehen sorgte. Da diese statistische Untersuchung lediglich das Sternzeichen berücksichtigt, halten selbst einige Astrologen nichts von dieser Studie. Aber auf der anderen Seite, gibt es auch viele die fest davon überzeugt sind, Sachs hätte damit endlich ganz bestimmte astrologische Behauptungen eindeutig bewiesen. Tatsache ist jedoch, das diese scheinbar für die Astrologie sprechenden Ergebnisse durch methodische Fehler zustande kamen. Statistiker konnten Sachs eine ganze Reihe von elementaren Fehlern nachweisen. Dr. Herbert Basler, „Die Akte Astrologie“ von Gunter Sachs aus Sicht der Mathematischen Statistik, Skeptiker 3/1998 Von Eye, Lösel, Mayzer, Is it all written in the stars? A methodological commentary on Sachs’ astrology monograph and re-analyses of his data on crime statistics, Psychology Science, Volume 45, 2003 (1), p. 78-91 In einem Interview wies Basler ausserdem auf einen wichtigen grundsätzlichen Denkfehler hin: „Aus Signifikanzen kann noch kein ursächlicher Zusammenhang gefolgert werden. Klassisches Beispiel: Wenn die Geburtenrate in einem Lande steigt und gleichzeitig die Storchenpopulation wächst, ist dies noch kein Beweis, dass beides miteinander zu tun hat – es kann eben auch Zufall sein.“ Ein Beispiel aus Sachs Buch, Kapitel „Wer fährt wie?“: Von einer britischen Versicherungsgesellschaft (Accident and Insurance Management Company) erhielt Sachs die Daten von über 25 000 Kfz-Schadensfällen aus dem Jahre 1996. Die Bezugspopulation wurde aus den Geburtszahlen der Jahre 1938-1978 errechnet. Sachs zufolge produziert der Stier mit +13,72% über dem Erwartungswert die meisten Schäden. Erstaunlicherweise kam eine andere, ebenfalls britische Versicherungsgesellschaft (Hill House Hammond) zu völlig anderen Ergebnissen. Sie untersuchten den Zeitraum von 1988-1992. Das Ergebnis: Die Schütze-Geborenen schneiden dabei am schlechtesten ab. Ihre Schadenshäufigkeit liegt mit +19,3% weit über dem Durchschnitt. Und die Unfallbilanz der Stiergeborenen (laut Sachs die schlechtesten Autofahrer), liegt hier um 29,8% unter dem Schnitt. Eine weitere vom Westdeutschen Rundfunk initiierte und von der LVM-Versicherung durchgeführte Untersuchung konnte gar keine bedeutsamen Abweichungen zwischen Schadensfällen und Tierkreiszeichen nachweisen. (WDR, Quarks) Höfer, Möhlenbeck, Astrologie – ein psychologisches Prognoseinstrument? zu finden in: Möller, / Strauß, / Jürgensen, Psychologie und Zukunft, Prognosen, Prophezeiungen, Pläne (Hogrefe 2000) Der Barnum Effekt Der weit verbreitete Eindruck das Astrologie funktioniere weil Beschreibungen als „gar nicht so falsch“ empfunden werden, ist zu einem sehr erheblichen Teil auf den Barnum Effekt zurückzuführen. Die meisten Menschen glauben vor allem deshalb an die Astrologie, weil sie meinen, astrologische Texte würden ihre Persönlichkeit überraschend zutreffend beschreiben. Diese Texte beinhalten allerdings vorwiegend sogenannte Barnum-Aussagen. Der Ausdruck Barnum-Effekt (benannt nach dem Zirkusgründer Phineas T. Barnum (1810 – 1891) für den die Devise galt: „Ein bisschen für jeden!“) geht zurück auf Paul Meehl und bezeichnet den Umstand, dass die meisten Menschen völlig allgemein gehaltene Charakterbeschreibungen, die auf fast alle Menschen passen, als auf sie selbst zutreffend erachten. Das erste Experiment führte der Psychologe B.R. Forer im Jahr 1948 durch. Er gab seinen Studenten einen Persönlichkeitstest, ignorierte ihre Antworten und gab allen Studenten den gleichen Text, den er übrigens Zeitungshoroskopen entnommen hatte. Die Studenten sollten nun auf einer Skala von 0-5 bewerten, wie angemessen der Text auf sie zutreffen würde. 5 bedeutete „sehr gut“, 4 „gut“. Der Durchschnitt lag bei 4.26. Dieser Test wurde hunderte Male mit Studenten wiederholt und der Durchschnitt lag immer bei 4.2. Typische Barnum-Texte sind äußerst vage und meist mehrdeutige Aussagen, die auf möglichst alle Menschen zutreffen können, wie beispielsweise: „Sie verfügen über ungenutzte Fähigkeiten“ „Einige Ihrer Ziele sind etwas unrealistisch“ „Manchmal sind Sie extrovertiert, umgänglich und gesellig, während Sie zu anderen Zeiten introvertiert, mißtrauisch und zurückhaltend sind.“ „Sie neigen zur Selbstkritik“ „Manchmal haben Sie ernste Zweifel, ob Sie die richtige Entscheidung getroffen haben“ „Nach außen hin meist selbstbeherrscht, neigen Sie dazu, innerlich unsicher zu sein“ 80 bis 95 Prozent aller Menschen meinen, diese Aussagen träfen auf sie zu. Und da alle astrologischen Texte, ganz gleich ob es sich um Zeitungshoroskope, Computerhoroskope oder von Astrologen persönlich formulierte Horoskope handelt, zum überwiegenden Teil solche Barnum-Aussagen enthalten, fällt es Astrologen immer wieder leicht ihre Mitmenschen mit ihrer scheinbar „erstaunlichen Menschenkenntnis“ zu verblüffen. Der Einfluß des Barnum-Effekts auf den Glauben an die Astrologie wurde mehrfach untersucht. Peter Glick, Psychologe an der Lawrence University, und seine Kollegen untersuchten in einer Studie, wie anfällig Astrologiegläubige und -skeptiker für den Barnum-Effekt sind. Glick bildete zwei Gruppen von Oberschülern, von denen die Mitglieder der einen Gruppe glaubten, Horoskope seien eine genaue Beschreibung der Persönlichkeit, während die andere Gruppe von Horoskopen nichts hielt. Beide Gruppen erhielten Persönlichkeitsprofile, die, wie man ihnen erzählte, aufgrund der von ihnen gegebenen Geburtsdaten von einem „professionellen Horoskopdienst“ erstellt worden seien. Natürlich waren die Horoskope in Wirklichkeit nicht individuell erstellt worden. Alle Teilnehmer erhielten je eine von zwei Versionen des Horoskops. Die eine Hälfte der Probanden bekam ein Horoskop mit einer insgesamt positiven Beschreibung von Persönlichkeit und Charakter (z. B. „sympathisch“, „zuverlässig“ und „gesellig“), während man den übrigen Teilnehmern negative Horoskope gab (z. B. „unzuverlässig“, „unrealistisch“ und „überempfindlich“). Als man die Schüler später fragte, wie genau ihr Horoskop sei, sagten die Astrologiegläubigen, es stimme völlig, ganz gleich, ob es nun schmeichelhaft war oder nicht. Die Skeptiker, die die schmeichelhafte Version erhalten hatten, hielten ihr Horoskop ebenfalls für korrekt, während diejenigen in dieser Gruppe, deren Beschreibung negativ war, sagten, das Horoskop stimme nicht. Sowohl Anhänger als auch Skeptiker waren also anfällig für den Barnum-Effekt – jedenfalls solange die Rückmeldung schmeichelhaft war. Stuart A. Vyse, Die Psychologie des Aberglaubens; Birkhäuser Verlag 1999 Die Skeptiker, die die schmeichelhafte Version bekommen hatten, zeigten am Ende des Versuchs übrigens einen wesentlich größeren Glauben an die Astrologie als zu Beginn. Der durch die durchwegs positive Beschreibung hervorgerufene Barnum-Effekt überzeugte diese Skeptiker also von der „Stichhaltigkeit“ der Astrologie. Eine große Rolle spielt aber auch die sogenannte selektive Wahrnehmung der Menschen. Denn selbstverständlich findet man in Horoskopen auch Aussagen die überhaupt nicht zutreffen. Diese werden im Allgemeinen jedoch entweder gar nicht erst wahrgenommen oder sofort wieder vergessen. Tests haben gezeigt, dass Menschen nun mal dazu neigen, Zutreffendes oder auch zu ihrer Überzeugung passendes stärker zu beachten als Unzutreffendes. Diese selektive Wahrnehmung kann das Gefühl vermitteln, der Astrologe hätte vorwiegend richtige Aussagen gemacht, obwohl das gar nicht stimmt. James Randi, bekannt als Zauberkünstler, noch bekannter als professioneller Entlarver parapsychischer Medien und Gabelverbieger, schildert in seinem Buch „Flim-Flam“ ein eindrucksvolles Beispiel. Ein „Gedankenleser“ beeindruckte das Publikum mit Details aus dem Leben einzelner Zuschauer. Randi wählte zwei der Zuschauer aus und zeigte ihnen eine Videoaufzeichnung der Show. Durch einfaches Nachzählen überzeugten sich die beiden, daß gerade eben eine von 14 Behauptungen des Mediums zutrafen – zuvor waren sie überzeugt gewesen, fast alle Aussagen des Hellsehers wären richtig gewesen. Überzeugt von der Begabung des Mediums hatten die Zuschauer nur das wahrgenommen, was zu ihrer Überzeugung paßte – alles andere wurde sofort vergessen. Rainer Kayser, Gestirne als Götter; Wiener Zeitung 1997 <Zurück zum Seitenanfang> BESORGNIS ERREGEND Gesundheitsvorsorge mit Hilfe der Astro-Medizin? Buchpräsentation mit Wissenschaftsminister Hahn Ende März 2009 präsentierte der Verlag Carl Ueberreuter im Wappensaal des Wiener Rathauses das Buch „Gesundheitsfaktor Sternzeichen – Astro-Medizin für den Alltag“ von Adelinde Rumpler und Dr. Christian Temml. Mit dabei Bundesminister Dr. Johannes Hahn. Der Verlag bewirbt das Buch folgendermaßen: „140.000 Vorsorgeuntersuchungen können nicht täuschen: Der Mediziner Dr. Christian Temml und die bekannte Astrologin Adelinde Rumpler haben diese gewaltige Zahl an Patientendaten in Zusammenhang mit den Sternzeichen gebracht und die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten damit für jedermann berechenbar gemacht. Das Ergebnis ist ein umfassender Ratgeber zur Selbstvorsorge…“ Behauptete Nachweise fehlen Auf der Rückseite des Buches wird zudem behauptet, dass die Autoren die Belege für ihre These, es gebe einen Zusammenhang zwischen Sternzeichen und bestimmten Erkrankungen, nicht schuldig bleiben würden. Tatsächlich aber ist darin von den behaupteten signifikanten Unterschieden nichts zu finden. Das Buch enthält überhaupt keine Details über die von Dr. Temml durchgeführte Untersuchung und keinerlei Beweise für irgendwelche astrologischen Theorien. Laute Rufe wie: „Nun ist es amtlich! Was Astrologen schon immer wussten, wird nun erstmals auch von der Wissenschaft bestätigt“ sind nicht angebracht. Widersprüche zur klassischen Astrologie Die sicher nicht ernst zu nehmende Studie widerlegt astrologische Theorien, wie das die Schwachstelle der im Zeichen Zwillinge Geborenen die Lunge und das Herz die Schwachstelle der Löwe Geborenen sei. Medizinische Paradoxa Dr. Temml kommt zu dem für seine Kollegen sicher überraschenden Ergebnis, dass beispielsweise starke „Schütze“ Raucherinnen weniger häufig an Lungenerkrankungen leiden als Nichtraucherinnen anderer Sternzeichen und dass „Löwe“ Männer die ihr Leben lang besonders wenig Alkohol trinken viel häufiger an Lebererkrankungen leiden als jene in anderen Sternzeichen Geborene (Steinbock) die sehr viel trinken. Wiens Gesundheitspolitik auf Abwegen Dr. Temml, Internist und Leiter des Referates für Gesundheitsvorsorge der Stadt Wien, dem es offenbar ein Anliegen ist, Astrologie und Medizin wieder zusammenzuführen, meint in der kurzen Einleitung zum Buch, im Trend würden sich bestimmte Ähnlichkeiten zeigen, sodass daraus ein Muster ablesbar ist. Studie von 10 Millionen Fällen widerspricht scharf Eine Studie von dem kanadischen Wissenschaftler Peter C. Austin hat gezeigt, dass solche Muster überall entdeckt werden können, auch da wo es in Wahrheit keine gibt. Austin wertete mit seinen Kollegen die Daten von mehr als 10 Millionen Personen aus und kam zu dem Ergebnis, dass kein Zusammenhang zwischen Sternzeichen und bestimmten Krankheiten besteht. Die Studie zeigte aber vor allem auch, dass man immer auf scheinbare statistische Zusammenhänge stoßen wird, wenn man die Studie unachtsam durchführt und zuvor keine klaren Hypothesen formuliert. Abstract: Testing multiple statistical hypotheses resulted in spurious associations: a study of astrological signs and health. Journal of Clinical Epidemiology 59 (2006) 964-969 WAHR ODER FALSCH? Verteidigt Richard Dawkins die Astrologie? Falsch! Bereits im Jahre 1988 sorgte der Astronom Percy Seymour für Aufsehen, als sein Buch „Astrologie – Beweise der Wissenschaft“, veröffentlicht wurde. Seymour entwickelte die Theorie, Sonne, Mond und Planeten würden mit dem Erdmagnetfeld interferieren und die dabei entstehenden Schwankungen des Erdmagnetfeldes, mit denen elektrische Ströme einhergehen, würden über das Nervensystem im Gehirn des Fötus ihren Eindruck in Form rudimentärer Erinnerungen hinterlassen. Er meint weiters, dass bestimmte Gestirnkonstellationen zu einem späteren Zeitpunkt unseres Lebens, wieder über das Magnetfeld der Erde, diese früheren Erinnerungen wecken und so einen Einfluss darauf haben könnten, wie wir auf eine bestimmte Situation reagieren. Im März 2004 erschien nun Seymours neuestes Buch, mit dem Titel „The Scientific Proof of Astrology“. Jonathan Leake, Wissenschaftseditor der Sunday Times, behauptete in einem Artikel über das umstrittene Buch: „Seymours Theorien haben jedoch qualifizierte Unterstützung aus einer unerwarteten Quelle erhalten. Richard Dawkins, Professor für das öffentliche Verstehen der Wissenschaft an der Oxford Universität, der einmal vorgeschlagen hat, daß Astrologen nach dem Handelsgesetz strafrechtlich verfolgt werden sollten, sagte, er habe Seymours Buch zwar nicht gelesen, aber seine Ideen klängen interessant.“ Einige Astrologen meinen seither sie hätten tatsächlich unerwartete Rückendeckung erhalten. In einem Brief von Sanal Edamaruku, Präsident von Rationalist International, gibt Richard Dawkins folgende Klarstellung: „Nein. Mit größtem Nachdruck: Ich habe Percy Seymour NICHT unterstützt. Ein Journalist mit Namen Jonathan Leake von der Sunday Times rief mich an und bat um einen Kommentar zu Seymours Buch. Ich sagte, ich habe es nicht gelesen und könne daher keinen Kommentar geben. Da las mir Leake einen Teil des Textes auf dem Buch-Umschlag vor, der etwas über magnetische Felder sagte, die angeblich vor der Geburt einen Einfluß ausüben sollen. Ich antwortete sarkastisch, so etwas wie: „Das ist ja zweifellos ganz ungemein interessant, aber was zum Teufel hat es mit Astrologie zu tun?“ Das nächste, was ich in der Sache hörte, war daß die Zeitung mich zitierte und behauptete, ich „unterstützte“ Seymour, indem ich sagte, sein Werk sei „interessant“. Ich bin wütend über diese totale Mißrepräsentierung, und Sie können mein Dementi veröffentlichen, wenn Sie wünschen.“ (Übersetzung von Ursula-Charlotte Dunckern) Originalzitat: Rationalist International Obwohl Astrologie praktisch überhaupt nichts mit Physik zu tun hat, sie wird ja fast nur noch als eine Art Symbollehre aufgefasst, sehen viele Astrologen in Seymours Theorie einen wissenschaftlichen Beweis für astrologische Behauptungen. Tatsache ist, das es bisher keinen Beweis für diese Theorie gibt und viele Wissenschaftler sie für äußerst unwahrscheinlich halten. Der Astronom Robert Massey (Royal Observatory in Greenwich) gibt beispielsweise zu bedenken, das Handys, Fernseher, Waschmaschinen, alle elektrischen Geräte viel stärkere Magnetfelder erzeugen als das Erdfeld. (The Guardian) Siehe auch: Wirkung der Gravitationskräfte und Gezeitenkräfte von Sonne, Mond, Planeten, Gebäuden und Menschen im Vergleich War Goethe ein Anhänger der Astrologie? Falsch! Auch die Ansicht, Johann Wolfgang von Goethe, sei zeitlebens Anhänger der Astrologie gewesen, scheint nicht auszurotten zu sein. (z. B. Astrologie: Mit vielen prominenten Beispielen- verständlich erklärt, von Antonia Langsdorf, 2005, S. 13) Und dass, obwohl uns Goethe, sowohl in seinen Werken als auch in Briefen unmissverständlich zu verstehen gegeben hat, was er von der Astrologie hielt. Goethe bezeichnete die Astrologie häufig als „Wahn“. (z. B. Brief an Schiller, 8. 12. 1798) Und in seiner „Farbenlehre“ schreibt er im historischen Teil (Dritte Abtheilung, Roger Bacon): „Man halte diese Ansicht fest und man wird sich überzeugen, daß es eine falsche Anwendung der reinen Mathematik und ebenso eine falsche Anwendung der angewandten Mathematik gebe. Offenbar ist die Astrologie aus der Astronomie durch den eben gerügten Mißgriff entstanden, indem man aus den Wirkungen bekannter Kräfte auf die Wirkungen unbekannter schloß und beide als gleichgeltende behandelte. Man sehe, wie Bacon das Mathematische geistigen und geistlichen Dingen annähern will durch ein anmuthiges, heiteres Zahlenspiel. Ein großer Teil dessen, was man gewöhnlich Aberglauben nennt, ist aus einer falschen Anwendung der Mathematik entstanden, deswegen ja auch der Name eines Mathematikers mit dem eines Wahnkünstlers und Astrologen gleich galt. Man erinnere sich der Signatur der Dinge, der Chiromantie, der Punktierkunst, selbst des Höllenzwangs; alle dieses Unwesen nimmt seinen wüsten Schein von der klarsten aller Wissenschaften, seine Verworrenheit von der exaktesten. Man hat daher nichts für verderblicher zu halten, als daß man, wie in der neuern Zeit abermals geschieht, die Mathematik aus der Vernunft- und Verstandesregion, wo ihr Sitz ist, in die Region der Phantasie und Sinnlichkeit freventlich herüberzieht.“ Quelle: Johann Wolfgang von Goethe, Zur Farbenlehre, Band 2, 1810, S. 158 (Google books) Letzter Lehrstuhl für Astrologie in Deutschland erst 1835 aufgehoben? Falsch! An dieser Behauptung wird zwar in astrologischen Kreisen immer noch hartnäckig festgehalten, sie ist jedoch nicht wahr. Aussagen wie etwa jene von Udo Becker (in „Lexikon der Astrologie“, 1988, S. 216): „Pfaff, Julius Wilhelm Andreas, 1774-1835; einer der letzten Professoren für Astrologie an einer deutschen Universität (letzte Vorlesung 1817 an der Universität Würzburg);“ sind nicht korrekt. Dieser Mann, der übrigens nicht Julius sondern Johann Wilhelm Andreas Pfaff hieß, hatte Zeit seines Lebens keinen Lehrstuhl für Astrologie an irgendeiner Universität inne. Er war ab 1803 Professor für Mathematik und Astronomie an der Universität Dorpat. 1809 bekam er eine Anstellung am Nürnberger Realinstitut. 1817 wurde er nach Würzburg berufen und bereits ein Jahr später nach Erlangen versetzt, wo er bis zu seinem Tod Vorlesungen über Mathematik, Physik und Astronomie hielt. Beeinflußt von dem Naturphilosophen Gotthilf Heinrich Schubert, dem Direktor des Nürnberger Realinstituts, wandte sich Pfaff jedoch auch diversen, spekulativen Studien zu. Ab 1816 publizierte er einige astrologische Schriften und versuchte die Astrologie unter Fachkollegen zu rehabilitieren, wofür er von seinen Kollegen heftig kritisiert wurde. Im Sommersemester 1822 hielt er zwar Vorlesungen zur Astrologie und Meteorologie, doch: „…at any rate, it was a unique event, as can be proven clearly from the extant lecture timetables of Nuremberg, Würzburg, and Erlangen. Therefore, it is somewhat exaggerated to call him „the last professor of astrology“ (Korsch 1935, 90).“ Quelle: Günther Oestmann, „J.W.A. Pfaff and the Rediscovery of Astrology in the Age of Romanticism“ in: Horoscopes And Public Spheres: Essays on the History of Astrology, 2005. Pfaffs Bestrebungen, die Astrologie wieder in den Stand der Wissenschaft zu erheben, vernichteten seinen akademischen Ruf. Denn die Astrologie wurde damals in Deutschland von Mathematikern, Astronomen und Physikern bereits nicht mehr toleriert. Das belegen auch die Reaktionen von Johann Elert Bode, Carl Friedrich Gauß und anderen. Auf einen Brief von Wilhelm Olbers, der Pfaffs Werk „Astrologie“, mit Befremden gelesen hatte und zu dem Schluss kam, Pfaff sei mit den astrologischen Lehren nicht sehr vertraut geworden zu sein, antwortete Gauß im April 1817: „Pfaffs Astrologie habe ich jetzt auch durchblättert. Es ist mir dabei zu Muthe gewesen als ob ich mich in einem Irrenhause befände. Ich glaube aber doch, daß das Buch vielen Schaden stiften wird. Die hiesigen Buchhändler sollen eine große Menge Exemplare abgesetzt haben. Man geräth oft in Verwunderung, wenn man sieht, wie sehr die Menschen, auch die sonst gebildeteren, am Aberglauben hängen und überall in Zufälligkeiten wunderbaren Zusammenhang suchen.“ Quelle: „Wilhelm Olbers, sein Leben und seine Werke, Zweiter Band“ von C. Schilling, 1909, Seite 647 und 653. Zum Thema Astrologie bemerkte Johann Elert Bode 1778: „Eine aufgeklärte Vernunft lehrt uns in der neuern Sternkunde eine bessere Anwendung des Himmelslaufes“ („Kurzgefasste Erläuterung der Sternkunde und den dazu gehörigen Wissenschaften“, 1778, S. 60) Später schrieb Bode zur Astrologie: „…allein diese unedle und falsche Kunst wird anjetzt von keinem Vernünftigen mehr geachtet, und verdient, einer gänzlichen Vergessenheit überliefert zu werden…“ („Anleitung zur Kenntniss des gestirnten Himmels“, 9. Ausgabe, 1823, S. 59) ZUM SCHMUNZELN „Seitens der Österreichischen Gesellschaft für Astrologie und Astrophysik werden die Berufsaussichten für AstronomInnen auch für die Zukunft als durchaus aussichtsreich eingeschätzt. Mittlerweile ist die Astronomie in Österreich eine – auch gesellschaftlich – anerkannte Wissenschaft und wird trotz Gerda Rogers immer seltener mit der Astrologie verwechselt.“ Quelle: Arbeitsmarktservice Österreich (S. 22) Astrologin verklagt NASA weil Kometen-Crash ihr Horoskop verzerrt habe Bild: NASA/JPL-Caltech/UMD Wie MosNews bereits im April berichtete, wollte die russische Astrologin Marina Bai, das NASA-Weltraumexperiment „Deep Impact“, bei dem am 4. Juli 2005 ein Impaktor in den Kometen Tempel-1 einschlug, verbieten lassen, weil solche Aktionen der NASA ihrer Ansicht nach das natürliche Gleichgewicht im Universum stören. Jetzt hat Bai die NASA auf 300 Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagt, weil der Einschlag, die Umlaufbahn des Kometen um die Sonne verändert habe. Die Ephemeriden – Tabellen in denen die Positionen der Gestirne verzeichnet werden, würden nach dem Impakt nicht mehr stimmen. „Das stört meine astrologische Arbeit und verzerrt mein Horoskop“, so Bai. Warum nicht Jupiter verklagen? Tatsächlich wird sich die Geschwindigkeit des Kometen durch den Einschlag um etwa 0,0001 mm/Sekunde verändern. Dadurch wird Tempel 1 der Sonne um etwa 10 m näher kommen. Die Umlaufzeit des Kometen (derzeit 5,5 Jahre) wird sich letztlich um weniger als eine Sekunde verkürzen. (The Orbital History of Comet 9P/Tempel 1, JPL/NASA) Das bedeutet, dass durch den Impakt auch keine Gefahr für die Erde besteht, da die Bahnänderung durch den Einschlag viel zu gering ist. Der Riesenplanet Jupiter, wird im Vergleich dazu im Jahr 2024 den sonnennächsten Bahnpunkt des Kometen um ganze 34 Mio km verschieben. Seit seiner Entdeckung im Jahr 1867 hat sich seine Bahn schon dreimal geändert. Seine Umlaufzeiten schwanken zwischen 5,5 und 6,5 Jahren (1881-1941). Schuld daran ist Jupiter. Ständig müssen wegen seiner dauernden Bahnstörungen irgendwelche Ephemeriden korrigiert werden und dann beschert er uns auch noch jede Menge Erdbahnkreuzer. Wir sollten uns das wirklich nicht länger gefallen lassen! 6. Juli 2005 Update: Klage wurde abgewiesen. Anwalt der Klägerin will den Fall nun an den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen. Quelle: http://www.tagesschau.de Fische 20. 2. bis 20. 3. Der Druck, unter dem Sie stehen, macht Sie fehleranfällig – lösen Sie sich von den Dingen, die Sie belasten. Uranus/Merkur begünstigen eine Verbesserung Ihrer Lebenssituation. Fische, die beruflich oder privat einen Neubeginn anstreben, sollten den 31. 4. als Stichtag anstreben. Quelle: Krone Bunt Das bringen Ihnen die Sterne von 27. April bis 3. Mai 2003 Helga Kuhn Inder heiratete Hündin Dem Rat eines Dorf-Astrologen folgend, hat nun ein 33-Jähriger eine Hündin geheiratet, um wieder gesund zu werden. Der Mann hatte vor 15 Jahren zwei Hunde getötet und war danach zeitweise gelähmt. Jetzt hofft er, mit der Heirat seine Tat wiedergutmachen zu können und zu genesen. Quelle: WUFF/APA/dpa Vierjährige Inderin heiratet Straßenköter Ein vierjähriges Mädchen hat in Indien einen streuenden Hund geheiratet, damit böser Einfluss von ihr abfällt. Ihr Vater, ein Astrologe, hat ihr zur Hochzeit geraten. Das Mädchen hatte in der Vergangenheit unter mehreren Krankheiten und an Verletzungen gelitten. Der Vater glaube, dass seine Tochter Anju durch den Bund mit dem Hund teuflischen Einflüssen entzogen werde, weil sie dann nicht länger als menschliches Wesen gelte. Die Trauung fand während einer traditionellen Hindu-Feier statt. Priester vermählten das Mädchen und den Hund im Beisein der Bewohner des Dorfes Mohanpor nördlich von Kalkutta. Die örtlichen Behörden erklärten, für sie sei die „Ehe“ nicht gültig, da das Mädchen bei seinen Eltern bleiben würde. (dpa, 16.7.2000) Zu diesem Holzschnitt, der Ende des 19. Jahrhunderts vom französischen Astronomen Camille Flammarion, für sein Werk „Astronomie populaire“ angefertigt wurde und der die Neugierde der Menschen des ausgehenden 19. Jahrhunderts immer weiter ins All hinauszublicken, veranschaulichen soll, schreibt Udo Becker im Lexikon der Astrologie: „Mit Kopernikanischer Wende bezeichnet man den Übergang vom geozentrischen, ptolemäischen Weltsystem zum heliozentrischen kopernikanischen System mit all seinen Umwälzungen im Denken und Fühlen der Menschen im 15. und 16. Jh. Der deutsche Holzschnitt aus dem 16. Jh. mit dem Titel: Der Mensch dringt durch den Erdhimmel in neue Welträume vor, spiegelt diese Kopernikanische Wende.“ LINKS: Mondphasen – Studien widerlegen behauptete Mondeinflüsse Testen Sie Ihren Astrologen SuW 2/97: Die Sterne lügen nicht! Der Rat Deutscher Planetarien Astrology & Science, With Reports from Researchers into Astrology Distinguishing Science form Pseudoscience von Barry L. Beyerstein (pdf) UMFRAGEN: Studie von iconkids & youth (München 2003): Die Hälfte der 12- bis 16-Jährigen glaubt an Astrologie In einer Eurobarometer-Umfrage des Jahres 2001, wurden über 16.000 EU-Bürger befragt. Fast 53 Prozent stuften die Astrologie als „ziemlich wissenschaftlich“ ein. http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_154_de.pdf LITERATUR: Andreas Hergovich, Die Psychologie der Astrologie; Verlag Hans Huber 2005 Jim Tester, A History of Western Astrology; Ballantine Books 1989 Carl Sagan, Der Drache in meiner Garage; Droemer Knaur 1997 1) Wallensteins Fragen 1. Ob er Applexia sterben werde. 2. Extra Patriam 3. auch extra Pattriam Officia und Guetter erlangen. 4. Wie lange er Kriegßweszen continuiren soll. 5. In was für Landen er in Kriegszdiensten continuiren werde. 6. Ob er Glückh oder Unglückh darbey zuegewartten. 7. ob er feindt haben werde. 8. Was es für feindt sein werden. 9. Under was für einen Zeichen sie wohnen. 10. Ob anderer Astrologorum Urtheil war, das seine Landszleuth die Böheimen seine gröste feindt sey werden. Mai 2003 / Klaudia Einhorn

Autor:

Violeta Divnić Date of birth: 1965 Website: violetadivnicnenic.wordpress.com Vreme laznih careva, Weather false emperor, author Violeta Divnic

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